Kontakt
|
Impressum
Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg

CranioSacraltherapie

  • CranioSacraltherapie - ein schwieriges Wort
    Vielleicht lesen Sie es gerade zum ersten Mal, vielleicht haben Sie es auch schon häufiger gehört, ohne sich aber richtig vorstellen zu können, was es bedeutet.

    Nun, es setzt sich aus drei Begriffen zusammen:
    CRANIO

    von Cranium, der Schädel
    SACRAL

    von Sacrum, das Kreuzbein
    THERAPIE

    Behandlung
    Heißt das nun, dass bei dieser Behandlungsform der Kopf und das Kreuzbein, das sich am Ende der Wirbelsäule befindet, behandelt werden?
    Im Ansatz ist das richtig, denn tatsächlich werden Kopf und Kreuzbein in dieser Therapieform viel berührt. Sie befinden sich am Anfang und am Ende der Wirbelsäule, in der sich das Rückenmark befindet, dass zusammen mit dem Gehirn letztendlich unser Nervensystem bildet. Daraus ergibt sich, dass die CranioSacraltherapie eine direkte Behandlung des Nervensystems ist - doch sie ist auch noch viel mehr.
  • Hierzu ein kleiner Exkurs in die Entstehung
    der CST.
    Die CST hat sich aus der kranialen Osteopathie entwickelt. William Garner Sutherland hatte 1939 sein Buch "The Cranial Bowl" veröffentlicht, indem er über die Beweglichkeit der Schädelknochen und die "Primäre Atmung" schrieb. Viele seiner Schüler waren fasziniert von seinen Erkenntnissen und arbeiteten damit.

    Auch John Upledger, Arzt und Chirurg, fand Interesse an diesem Gebiet. Während einer Operation, bei der er die Aufgabe hatte, die Dura mater, die harte Hirnhaut, zu fixieren, stellte er fest, dass dies nicht möglich war. Sie bewegte sich rhythmisch und war nicht zu halten. Dieses Phänomen ließ ihm keine Ruhe und in den folgenden Jahren forschte er sehr intensiv auf diesem Gebiet.
    Er beschäftigte sich zunächst mit den Lehren Sutherlands, ließ sich zum Osteopathen ausbilden und führte später in den siebziger Jahren an der Michigan State University eigene Studien mit Biophysikern, Anatomen und vielen anderen Wissenschaftlern durch. Und er fand entscheidende Dinge heraus:
    Innerhalb des Schädels und des Rückenmarks findet ein ständiger Flüssigkeitsaustausch statt.

    Das im Bereich des 4. Ventrikels gebildete Hirnwasser, der Liquor cerebrospinalis, wird wieder resorbiert. Dieses führt zu einer rhythmischen Bewegung in diesem hydraulischen System. Die entstehende Bewegung kann am ganzen Körper gefühlt werden. Upledger nannte es den cranio-sacralen Rhythmus.

    Parameter wie Frequenz, Amplitude und innere Energie geben dem geschulten Therapeuten Auskunft über den Zustand des Patienten.

    Er erforschte das Craniosacrale System, bestehend aus den Membranen, die Gehirn und Rückenmark umgeben sowie dem Liquor cerebrospinalis, immer genauer und fand heraus, dass jegliche Störung des Systems, z. B. durch Spannungen oder Restriktionen an einzelnen Stellen, zu gravierenden Veränderungen und vielschichtigen Störungen führen. Dies können chronische Schmerzen sein, aber auch neurologische Auffälligkeiten, Skoliosen, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen und vieles mehr.

    Im Laufe der Jahre entwickelte er eine sanfte manuelle Therapie, die diese Spannungen auflösen kann und den Körper so wieder zu seiner Eigenregulation führt.
    Die CranioSacraltherapie war geboren.

    In seinen weiteren Arbeiten und den vielen von ihm veröffentlichten Büchern führt Upledger auch heute noch die CST in immer weitere Gebiete. Er entdeckte, dass Traumata jeder Art, körperlich oder seelisch, den freien Energiefluss im Körper stören und zu vielschichtigen Krankheitsbildern und Beschwerden führen können.

    So hat sich erwiesen, dass sich auch emotionale Probleme, die oft Ursache für körperliche Beschwerden sind, auf diese Art behandeln lassen. Es entstand die Somatoemotionale Entspannung, bei der durch Unterstützung durch den Therapeuten alte Traumata gelöst werden. Der Patient geht dabei häufig in verschiedene, z. T. extreme Bewegungen, um so die entstandenen Spannungen wieder abzubauen. Besonders häufig geschieht dies in der Säuglings- und Kinderbehandlung. Im Erwachsenenbereich können diese Prozesse durch gezielte Fragestellungen des Therapeuten unterstützt werden.

    Entscheidend dabei ist der Kontakt zum "Inneren Arzt" des Patienten. Dieser Begriff stammt ebenfalls von John Upledger und er meint damit eine Instanz in uns, die genau weiß, was gut für uns ist und bereit ist, dies auch mitzuteilen.

    Vergleiche dazu auch Upledgers Buch:"Auf den inneren Arzt hören". Dieses und andere Bücher stehen ihnen in unserem Wartebereich zur Verfügung; gern können sie es auch übers Wochenende ausleihen.

    Die CST ist und bleibt ein lebendiges Behandlungsmodell. Es verändert sich ständig und laufend werden neue Aspekte aus Upledgers unendlicher Kreativität und Sensibilität ergänzend in die CST eingefügt. Und ein Ende ist nicht abzusehen!

    1985 gründete Upledger sein eigenes Institut. Mittlerweile gibt es in der ganzen Welt Upledger Institute, seit 1990 auch in Deutschland. Es haben sich auch eigene Verbände gebildet, in denen sich engagierte Therapeuten regelmäßig austauschen. Das Upledger Institut Deutschland führt regelmäßig zahlreiche Fortbildungen für Therapeuten durch, der UCD führt als Verband eigene Therapeutenlisten, in denen sie auch erfahren, wie weit der Therapeut in seiner Ausbildung ist. So hat jeder Interessierte die Möglichkeit, sich einen qualifizierten Therapeuten in seiner Nähe zu suchen.
  • Zum Schluss möchte ich noch auf eine häufig gestellte Frage eingehen:
  • Was ist der Unterschied zwischen der CST und der Osteopathie?
    Hier möchte ich gerne den Leiter des Upledgerinstitutes Deutschland, Gert Groot Landeweer, zitieren, der die Frage meiner Meinung nach sehr kurz und prägnant wie folgt beantwortet hat:

    Der Osteopath braucht für die Ausübung seiner Tätigkeit ein enormes Wissen aus den Bereichen Anatomie, Physiologie, Pathologie und vielem mehr. Mit diesem Wissen und einem guten Palpationsvermögen greift er dann handelnd ein um Störungen zu beheben. Er orientiert sich in erster Linie an Fehlstellungen und Bewegungsverlusten im Körper.

    Der CranioSacraltherapeut braucht in erster Linie eine enorme Sensitivität und die Bereitschaft, die Botschaften des Körpers zu hören. Er nimmt durch die Verschmelzung mit dem Gewebe alle notwendigen Informationen auf und begleitet den Körper in die Entspannung. Er greift weniger ein, sondern lässt sich von dem was er spürt leiten. Er orientiert sich in erster Linie am Cranio Sacralen Rhythmus, zu dem er während einer Behandlung immer in Kontakt ist.

    Beide Behandlungsformen sind gut und können problemlos nebeneinander stehen. Der geschulte Therapeut kann im Zweifelsfall entscheiden, welche Therapieform wann und für wen angebracht ist. Die Indikationen sind fast identisch.

+ mehr lesen

Ganzheitliche Physiotherapie
Angelika Kreinz

Ebertstraße 20
45879 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 1488282
Fax: 0209 8877884

info@physiotherapie-kreinz.de


Öffnungszeiten

Montag, Mittwoch, Donnerstag
08.30-13.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr

Dienstag
10.30-13.00 Uhr und 14.00-18.20 Uhr

Freitag nach Vereinbarung