Kontakt
|
Impressum
Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg

Osteopathie
Was ist das eigentlich?

Der Ursprung des Wortes kommt aus dem Griechischen:
Osteon, der Knochen
Pathos, das Leid

  • Ist es also ein Teilgebiet der Medizin,
    das sich mit dem Leid der Knochen beschäftigt?
    Keineswegs, es ist viel mehr.
    Der Name Osteopathie stammt von Andrew Taylor Still, dem Vater der Osteopathie, der mit dieser Namensgebung zum Ausdruck bringen wollte, dass er den Knochen und die Fehlstellung von Knochen als Ursache für viele pathologische Erscheinungen und Beschwerden der Menschen sah. Auf Basis seiner langjährigen Studien entwickelte er die fünf osteopathischen Grundprinzipien, die auch heute noch Basis jeder Behandlung sind und den philosophischen Hintergrund der Osteopathie formulieren. 7

    • LEBEN IST BEWEGUNG
    • DIE STRUKTUR REGIERT DIE FUNKTION
    • DER KÖRPER FUNKTIONIERT ALS EINHEIT
    • DAS GESETZ DER ARTERIEN
    • SELBSTHEILUNGSMECHANISMEN
  • Was bedeutet das nun konkret?
    • LEBEN IST BEWEGUNG
      heißt nichts anderes, als dass jeder Bewegungsverlust im Körper, sei es an den Gelenken, den Organen, dem Nervensystem oder den Gefäßen zu einer osteopathischen Läsion, einer Bewegungseinschränkung in eine bestimmte Richtung, führt. Dieser Bewegungsverlust wird dann behandelt, um "das Ganze" wieder funktionieren zu lassen.
    • DIE STRUKTUR REGIERT DIE FUNKTION, UND DIE FUNKTION FORMT DIE STRUKTUR
      Ist die Harmonie im Körper gestört, gibt es keine optimale Funktion mehr. Ist die Funktion gestört, kommt es zu Veränderungen der Struktur.
    • DER KÖRPER FUNKTIONIERT ALS EINHEIT
      Nur das Zusammenspiel aller Körpersysteme lässt das Gesamtsystem gesund sein. Gesundheit ist per Definition der WHO der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Der Osteopath behandelt das was er findet, sei es ein Problem mit dem Stoffwechsel, dem Nervensystem, den Gelenken, den Organen oder den Blut- und Lymphgefäßen. Und seit John Upledger sind wir auch in der Lage, emotionale Probleme zu behandeln.
    • DAS GESETZ DER ARTERIEN
      Hiermit sind nicht nur die Arterien gemeint, sondern sämtliche Gefäßsysteme im Körper mit ihren entsprechenden Flüssigkeiten wie Blut, Liquor, Lymphe und Synovia. Ebenso umfasst es den Gasaustausch, die Fortleitung von Nervenimpulsen und das Zirkulieren von körperlicher und geistiger Energie.
      Sind Gewebe unterversorgt, kommt es zu Pathologien und Beschwerden, Muskulatur und Nerven funktionieren nicht mehr richtig. Daher ist die gute Durchblutung ein Hauptanliegen der Osteopathie.
    • SELBSTHEILUNGMECHANISMEN
      Hilfe zur Selbstheilung- nicht "Gesundmachen" ist das Prinzip der Osteopathie. Der Osteopath schafft Vorraussetzungen für ein verbessertes Funktionieren des Körpers, den Rest muss dieser selbst machen.

    Heute ist die Osteopathie ein komplexes System, dass den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit sieht und behandelt. Es ist weit entfernt vom so genannten "Knochenrenken" sondern umfasst viele unterschiedliche Behandlungsmethoden, die zusammen ein Ganzes ergeben.

  • Hier einige Beispiele:
    • Gelenkmobilisationen, die Domäne von Andrew Taylor Still
      Der Therapeut befreit Gelenke, die in Fehlstellung sind, durch direkten Zugriff aus ihrer Stellung und bringt sie in die richtige Position.
    • Muskelenergietechniken, entwickelt von Dr. F.L.Mitchell (1907 -1974)
      Aktive Muskelkontraktionen des Patienten, denen der Therapeut einen Widerstand entgegensetzt, mobilisieren die Gelenke in Fehlstellung. Es wird sanft und mit wenig Kraft gearbeitet. Es wird stets an der motorischen Barriere gearbeitet und mit 3 - 5 Wiederholungen gearbeitet.
    • Neuromuskuläre Reprogrammierungstechniken nach Dr. L. H. Jones
      Bekannt ist diese Technik auch als „Strain and Counterstrain”, was so viel wie "Spannung und Gegenspannung" bedeutet. Hierbei wird nach entsprechender Positionierung durch den Therapeuten ein spezieller Triggerpunkt überprüft oder gegebenenfalls auch gedrückt, für ca. 90 Sekunden wird diese Position gehalten und dann führt der Therapeut den Patienten langsam wieder in die Ausgangsstellung zurück. Der physiologische Mechanismus dieser Technik beruht auf der Reprogrammierung der Spindelzellen in der Muskulatur.
    • Craniosacrale Osteopathie nach William Garner Sutherland
      Als Schüler Stills entdeckte er, dass der Schädel noch weitaus mehr Funktionen hat, als den Schutz des Gehirns. Als er dies 1939 in seinem Buch „The Cranial Bowl” veröffentlichte stieß er zunächst auf Widerstände bei seinen Kollegen. Das, was in der italienischen Fachliteratur schon lange beschrieben war, war für die modernen Ärzte zunächst unfassbar. Der Schädel sollte sich bewegen und das sogar rhythmisch.
      Sutherland hatte entdeckt, dass sich der Schädel in einem Rhythmus von 8-12 Mal pro Minute ausdehnt und wieder zusammenzieht. Er nannte dies die Primäre Atmung.
      Später wurde dieses Phänomen weiter erforscht und herausgefunden, dass die primäre Atmung durch die Produktion und Resorption des Liquor cerebrospinalis, des Gehirnwassers, entsteht. Dadurch entsteht eine wellenartige Bewegung, die sich vom Kopf (Cranium) durch den Spinalkanal bis zum Kreuzbein (Sacrum), fortpflanzt und vom geübten Therapeuten am ganzen Körper erspürt werden kann. Daher auch der Name Craniosacrale Osteopathie.
      Blockierungen im System können so erfühlt und auf sanfte Art normalisiert werden.
    • Somatoemotionale Entspannung nach Dr. John. E. Upledger
      Upledger entdeckte während seiner intensiven Arbeiten im Bereich der Osteopathie, dass psychische und körperliche Traumata im Körper so genannte Energiezysten hinterlassen oder Vektoren (Energielinien im Körper) verschieben. Es kommt zum Energiestau an bestimmten Körperstellen, die das Gesamtsystem am Funktionieren hindern. Schon Wilhelm Reich hatte sich mit den „frozen emotions” beschäftigt. Durch Upledger entstand nun eine neue Möglichkeit, diese auch zu behandeln. John Upledger intensivierte seine Arbeit und entwickelte die CranioSacraltherapie.
    • Viszerale Osteopathie ist die Mobilisation der inneren Organe. Bereits 1890 beschäftigte sich Thure Brandt mit diesem Thema, aber erst in den letzten Jahren ist es Dank der außergewöhnlichen Erkenntnis von Jean Pierre Barral dazugekommen, dass diese Behandlungsmethode aus der Osteopathie nicht mehr wegzudenken ist.
      Er hatte bewiesen, dass jedes Organ eine Eigenbeweglichkeit, die sogenannte Motilität hat und zudem eine Mobilität, mit der es sich im Raum und anderen Organen, Knochen und Gefäßen gegenüber bewegt. Störungen in diesem System haben weite Auswirkungen auf andere Strukturen. So kann z. B. ein Bewegungsverlust der Niere zu Knieproblemen führen oder eine Stauung der Leber zu massiven Schulterbeschwerden. Der Osteopath behandelt dann diese Störung und beobachtet genau, wie sich das Symptom verändert um dann gegebenenfalls weiterzuarbeiten.

    Aus diesen vielen Techniken wird der einzelne Behandler jeweils das auswählen, was für ihn im Einzelfall am geeignetesten scheint. Was bei einem Patienten sehr gut wirkt, führt vielleicht beim nächsten nicht zum gewünschten Ergebnis. Ein Behandler arbeitet viel mit den Organen, ein anderer lieber mit dem knöchernen System. Solange das gewünschte Ergebnis eintritt, ist es egal, welche Technik angewandt wird. Entscheidend ist, dass das Ganze im Auge behalten wird. So ist es im Vorfeld auch nicht möglich die häufig gestellte Frage von Patienten: Was werden Sie denn tun? zu beantworten. Das hängt immer vom jeweiligen Befund, der in der ersten Sitzung erstellt wird, ab.
    Auch die Frage: Wie oft werde ich denn kommen müssen? Kann so nicht beantwortet werden. Wie der Körper des einzelnen reagiert, kann im Voraus nicht gesagt werden. Wie stark die Selbstheilungskräfte des einzelnen sind ist nicht immer leicht einzuschätzen.
    Als Faustregel gilt auch in der Osteopathie der naturheilkundliche Grundsatz:
    Was ein Jahr braucht um zu kommen benötigt bei optimaler Behandlung und Mitarbeit des Patienten einen Monat um zu gehen. Und letztendlich bestimmt immer der Patient, wann es gut ist, d. h., wann der Zustand erreicht ist, indem er sich wohl fühlt.
    Sollten nach 4-5 Behandlungseinheiten á 60 Minuten keinerlei Veränderungen, positiver oder auch negativer Natur erfolgt sein, bin ich persönlich der Meinung, dass weitere Behandlungen auch nicht zum gewünschten Erfolg führen. Hier liegen dann entweder irreparable Störungen vor oder Patient und Therapeut harmonieren nicht miteinander.
    Es kommt auch vor, dass ein so großes Trauma den Beschwerden zu Grunde liegt, dass der Körper schützend jede Veränderung verhindert - um zu überleben. Oder vielleicht ist für diesen Patienten ein anderer Behandlungsansatz der richtige. Denn eins sollte man bei all den guten und erfolgreichen osteopathischen Behandlungen nicht vergessen: Es gibt kein Allheilmittel.

  • Wie erhalten Sie eine osteopathische
    Behandlung?
    Voraussetzung für eine osteopathische Behandlung ist eine Privatverordnung Ihres behandelnden Arztes. Diese ärztliche Verordnung senden Sie dann zusammen mit der von Ihnen bezahlten Rechnung an Ihre Krankenkasse. Viele Kassen – jedoch nicht alle – übernehmen bis zu 90 Prozent der Kosten. Informieren Sie sich am besten im Vorfeld der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse.
    Von folgenden gesetzlichen Krankenversicherungen liegt mir eine schriftliche Bescheinigung vor, dass ihre Mitglieder die von mir durchgeführten Behandlungen anteilsmäßig erstettet bekommen:
    - AOK NordWest
    - Hanseatische Krankenkasse
    - Techniker Krankenkasse
    - Barmer GEK
    - BKK Essanelle
    - BKK Euregio
    - BKK VDN
    - Bahn BKK
    - BKK vor Ort
    - Vereinigte IKK
    - IKK classic
    - Knappschaft

    - Siemens BKK

+ mehr lesen

Ganzheitliche Physiotherapie
Angelika Kreinz

Ebertstraße 20
45879 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 1488282
Fax: 0209 8877884

info@physiotherapie-kreinz.de


Öffnungszeiten

Montag, Mittwoch, Donnerstag
08.30-13.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr

Dienstag
10.30-13.00 Uhr und 14.00-18.20 Uhr

Freitag nach Vereinbarung